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Sehenswürdigkeiten und Wissenswertes

Salema

Salema ist ein altes Fischerdorf, in dem es noch aktive Fischer gibt, die unten beim Dorfplatz ihre Boote haben. Der Ort liegt in einer kleinen Bucht mit einem schönen Sandstrand der von ockerfarbenen Klippen umgeben ist. Das Dorfzentrum gruppiert sich um den kleinen gepflasterten Hauptplatz, wo sich auch kleine Geschäfte, Supermärkte, Restaurant, Cafes und Hotels befinden.

Salzgewinnung

Das Salz stammt von den Salzsalinen die es von der spanischen Grenze bis nach Faro überall an der Küste gibt. Das Salz wird meistens noch von Hand geerntet. Dank dem sauberen Wasser und der Luft in dieser Region kann es direkt aus den Salzbecken entnommen und an der Sonne getrocknet werden, ohne weitere Nachbehandlung. Es gibt 3 Qualitäten. Die hochwertigste sind Salzkristalle die sich an der Oberfläche bilden und mit Rechen abgeschöpft werden. Sie kommen als feinstes Tafelsalz in den Handel unter dem Namen „a flor de sal“ oder „Flor de Sel“. Das Salz der Salzberge hingegen wird am Ende der Handentnahme mit Maschinen entnommen und kommt vermahlen in den Handel, als „Sal do Mar“.

São Bras – Kork

Ein grosser Industrie Faktor in São Bras und Umgebung ist die Produktion und Weiterverarbeitung von Kork. Mit Beginn im 19. Jahrhundert ermöglichte es einst eine wirtschaftliche Blüte des Ortes. São Brás gilt als eine der international bedeutendsten Produktionsstätten für Kork. Im Zentrum der Stadt befindet sich ein Museum, welches die Geschichte und die Herstellung von Kork zeigt, sowie Zeugen der Besiedelung der Römer im 2. Jhr v. Chr. Auch ein bischöflicher Garten genannt, „Verbana“ mit einem barocken Brunnen und acht Düsen. Die Kirche, „Igreja Matrix“, errichtet nach dem verheerenden Erdbeben 1755 erinnert an vergangene Zeiten.
In der Umgebung von São Bras befinden sich weite hügelige Flächen auf denen Korkeichen wachsen. Die Bäume stehen nicht dicht beieinander sie haben immer genügend Abstand zueinander, denn sie brauchen Freiraum damit sich die Rinde optimal entwickeln kann. Alle neun Jahr kann die Rinde geerntet werden. Mit einer speziellen Schälaxt wird die Rinde vom Baum geschnitten. Wichtig dabei ist, dass die unterste Zellschicht nicht verletzt wird, damit die Rinde wieder nach wachsen und möglichst oft geerntet werden kann. Ein Baum kann bis zu 150 Jahre alt werden. Nach der Ernte erhält der Baum die Jahreszahl an dem die Rinde entfernt wurde. Seit Jahrhunderten ernten in dieser Gegend die Kleinbauern den Kork und verkaufen das Rohmaterial an weiterverarbeitende Betriebe. Etwas über 3 Euro bekommt ein Bauer für 1 Kilo guter Qualität. Gewogen wird erst zwanzig Tage nach Anlieferung. Bis dahin verliert die Rinde durch die Trocknung noch jeden Tag ein Prozent an Gewicht. Anschließend wird sie desinfiziert, indem man sie eine Stunde bei 100 Grad kocht, dann presst, wieder trocknet, zuschneidet und dann weiterverarbeitet.
60 solcher Fabriken gab es noch vor 10 Jahren, heute sind es noch sechs, weil der Kork zum grossen Teil zu Flaschenkorken verarbeitet wurde. Seit der Plastikkorken oder Metallverschluss immer mehr Verwendung findet ist der Absatz stark gesunken. Mit neuen Produktionsmethoden kann man nun Korkfolien herstellen, die wie Leder weiterverarbeiten werden können.
Moderne Designer haben dadurch neue Anwendungen entdeckt und verarbeiten das Material bei vielen modischen Accessoires oder praktischen Gegenständen, wie z.B. Schmuck, Regenschirme, Taschen, Schuhe, Computermaus und vieles andere mehr.

Serra

Das Hinterland der Algarve, die Serra die 50% der gesamten Fläche aufweist, ist nur noch dünn besiedelt. Viele Dörfer und Bauerhöfe sind verlassen und verfallen. An wenigen Orten leben noch Einheimische. Meist leben sie noch auf traditionelle Weise und sind Selbstversorger. Sie haben ein paar Schafe oder Ziegen, meist auch ein paar Schweine oder Hühner für Fleisch, Eier und Milch. In kleinen Gärten pflanzen sie Gemüse und halten ein paar Bienenstöcke für den eigenen Honig. Durch Verkauf von Kork, Medronho oder Honig verdienen sie manchmal etwas. Einige haben bis heute noch kein Strom und Wasser im Haus. Die Heizung im Haus besteht aus einem Backofen in dem sie das Brot backen und sich in der Küche befindet der zugleich ihr Aufenthaltsraum ist.

Silves

Der Ursprung dieser Stadt reicht zurück bis um 1000 v. Chr. Während der Besetzung der Mauren von 711 bis 1249 wurden prachtvolle Paläste, die Burg und ein riesiges unterirdisches Wasserreservoir gebaut, das heute noch genutzt wird. Zur dieser Zeit war sie eine bedeutende Handelsstadt mit Verbindung zum Meer über den Fluss Arade. Als der Arade immer mehr versandete nahm die Bedeutung ab.
Das Erdbeben von 1755 zerstörte die Stadt und die historischen Gebäude weitgehend. Die Überreste der maurischen Burg sind aber heute noch sehr eindrucksvoll. 1990 wurde ein archäologisches Museum errichtet, das Gegenstände bis zurück zur Steinzeit zeigt. Die lebhafte Stadt der Vergangenheit ist heute eine ruhige Marktstadt.

Sitio da Fontes

An 20 – 30 Stellen sprudelt hier 20 Grad warmes Wasser aus den Quellen. Früher wurde hier eine Gezeitenmühle betrieben. Diese wurde sorgfältig renoviert und zu Vorführzwecke wieder in Betrieb genommen. Der Platz wurde ergänzt mit einem Picknickplatz, einem kleinen Amphitheater und einem Trimmdichpfad. Von hier aus hat man auch eine gute Aussicht über die Flusslandschaften des Rio Arade und des Rio Odeluce die hier zusammenfliessen. Die Gegend ist ein Reservat für seltene Vögel (u.a. Flamingos), auch wilde Blumen sind hier in Hülle und Fülle in Frühjahr zu sehen.

Sta. Barbara de Nexe

Besonders im Januar bis Juni ist die Umgebung eine grüne, bunte Landschaft mit den typischen Bäumen der Algarve. Ende Januar blühen die Mandelbäume, je nach Witterung 3-4 Wochen, und tauchen die Landschaft in ein weisses Blütenmeer. Der ruhige Ort liegt auf einer ca. 350m hohen Hügelkette mit einer Aussicht auf die Stadt Faro und den Atlantik. Schmuckstück und Hauptsehenswürdigkeit des Dorfes ist die „Igreja Matriz“, die gotische Kirche, die etwas erhöht unmittelbar an der Hauptstraße den kleinen Ort überthront. Die Kirche stammt aus dem 15.
Jahrhundert und Sie können schöne alte Azulejos besichtigen sowie vor allem typische Elemente des manuelinischen Stils: in Stein gehauene Verzierungen wie Taue, Netze und Korallen an der Decke und den Pfeilern. Der maunuelinische Stil ist ein prunkvoller Architekturstil der nur im 16. Jahrhundert in Portugal angewendet wurde. Inspiriert wurde er durch die portugiesischen Seefahrer zur Zeiten ihrer Endeckerfahrten. Weitere gut erhaltene Elemente sind in der Algarve in den Kirchen von Loulé, Odiaxere und Monchique zu sehen.

Tavira

Ist eine der architektonisch ansprechendsten Städte an der Algarve. In der Vergangenheit hatte der Thunfischfang eine grosse Bedeutung. Auch als Handelsplatz war der Hafen am Fluss Gihao sehr bedeutend. Der Fischfang und der Handel ging aber immer mehr zurück. Heute belebt der Tourismus die Stadt. Schön renovierte Häuser, Paläste, Kirchen und vor allem der Fluss Gilhao der mitten durch die Stadt fliesst, bestimmen das Stadtbild. Am Ufer des Gilhao zieht sich eine sehr schöne baumbestandene Promenade entlang, mit Sitzbänken, Musikpavillion, einer renovierten Markthalle mit vielen Geschäften und Restaurant. Getrennt durch eine Kopfsteinplasterstrasse liegen auf der anderen Seite der Strasse hübsche kleine Restaurant die lokale Spezialitäten anbieten, frisch vom Meer.

Vila Real de Santo Antonio

Die Stadt liegt am Mündungsdelta des imposanten Fluss Guadiana, der zugleich die Grenze zu Spanien bildet. Entlang der schön gestalteten Uferpromenade liegen viele Restaurant, das schönste Hotel der Stadt und ein Jachthafen. Die Stadt wurde nach dem Erd- und Seebeben 1755 völlig zerstört und dann schachbrettartig wieder aufgebaut, nach dem Muster der ebenfalls damals zerstörten Altstadt von Lissabon.

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